Alibaba gibt russische Tochter für gewinnversprechendes Joint-Venture auf

Das chinesische Alibaba hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, ihre russische Tochter in ein Joint-Venture einzubringen. Das neue Unternehmen wird vom Kreml-gefütterten russischen Fonds für Direktinvestitionen (RDIF), dem Telekomkonzern Megafon sowie dem Internetbetreiber Mail.ru von Milliardär Alisher Usmanov gespeist. Am neuen, bessere Geschäfte versprechenden Unternehmen AliExpress Russia halten die Chinesen 48%.

Mitfahrdienst Didi schneidet jetzt seine Fahrten in China per Audio mit

Nach zwei Morden an Didi-Fahrgästen hat der chinesische Uber-Wettbewerber eine Reihe neuer Sicherheits-Mechniken gestartet, die ähnliche Fälle in Zukunft vermeiden sollen.

So startet Didi Chuxing damit, Fahrten per Audio aufzunehmen. Die Aufnahmen werden für sieben Tage auf den Didi-Servern gespeichert.

Zudem will man 20 Millionen US-$ (140 Mio. Yuan) in den Ausbau seines Kundenservice investieren und diesen bis Ende des Jahres von 5.000 auf 8.000 Mitarbeiter aufstocken.

Nach Vergewaltigungs-Vorwürfen gegen CEO Richard Liu: Chinesischer Handels-Riese JD.com unter Druck

Der Chef und Gründer des chinesischen Onlineriesen JD.com, Richard Liu, war am 31. August in Minnesota, USA wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung festgenommen worden.
Mittlerweile befindet er sich wieder auf freiem Fuss und ist zurück in China. Doch der Internet-Gigant steht unter Druck.

Nach der Veröffentlichung der Vorwürfe war die JD.com-Aktie an der Wallstreet um 10 % gefallen, die im chinesischen Heimatmarkt dotierte Aktie gar um 18 %.

Liu hält zwar nur 16 % der JD.com-Aktien, jedoch 80 % der Stimmrechte an der Firma. Damit ist die Firma im Fall einer Festnahme, wie Liu sie am 31.8. durchlief, faktisch handlungsunfähig.

Wie WeChat zu Chinas Alleskönner-App für Millionen Menschen wurde

Seit dem Launch von WeChat im Oktober 2010 hat sich die App innerhalb Chinas von einem reinen Messenger zu einer Alleskönner-App entwickelt, die aus dem Leben vieler Millionen Chinesen nicht mehr wegzudenken ist. Nicht mehr nur die Kommunikation und der Medienkonsum ist über die App möglich, sondern auch das Zahlen und Einkaufen selbst.

In einem ausführlichen Stück zeichnet die South China Morning Post den Erfolg der App in den letzten 8 Jahren nach.

Neuer Messenger: Zidan Duanxin (Bullet Message) will sich in China mit WeChat messen

Die neue Messaging App namens Zidan Duanxin (übersetzt: „Bullet Message“) fordert den Markt-Primus WeChat mit einer massiven Investition heraus. Insgesamt 1 Milliarde Yuan (146 Millionen US-Dollar) will das Netzwerk ausgeben, um in den nächsten sechs Monaten 100 Millionen Nutzer zu gewinnen.

Zidan Duanxin übersetzt Sprach-Nachrichten in Text (im chinesischen Markt) und integriert jetzt Alipay.

Hinter Bullet steht der chinesische Smartphone-Produzent Smartisan mit seinem Gründer Luo Yonghao. Luo hatte Smartisan 2012 gegründet und ist in China eine Internet-Berühmtheit.

Alibaba-Vorstand und Mitgründer Jack Ma bereitet seinen Rückzug vor

Jack Ma, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender des chinesischen Digital-Giganten Alibaba kündigt in der New York Times seinen Rücktritt an. Diesen will er bereits am Montag, seinem 54. Geburtstag, vollziehen. Ma wechselt in den Aufsichtsrat.

UPDATE, 09.09.2018 Ein Missverständnis sei die Rücktritts-Ankündigung von Jack Ma gewesen, berichtet die South China Morning Post. Ma wolle am Montag nur eine langfristig ausgerichtet Nachfolger-Strategie vorstellen, um später zurücktreten zu können.

UPDATE 10.09.2018 Jack Ma übergibt CEO-Posten 2019 an Daniel Zhang

Jack Ma ist nicht unumstritten und steht unter Druck. Der reichste Mann China gilt als cholerisch, bei der Internationalisierung des Konzerns als wenig hilfreich. Zudem gelang ihm trotz guter Zahlen des Konzerns nicht, den anhaltenden Seitwärtslauf der Alibaba-Aktie zu ändern.

Luftverschmutzung macht dumm

In einer mit 20.000 Probanden umfassenden Studie aus China wollen Forscher nachgewiesen haben, dass hohe Luftverschmutzung zu einem signifikanten Rückgang der Intelligenz führt. Diejenigen Testpersonen, die unsaubere Luft atmeten, verlören das Äquivalent von einem Jahr Bildung.

China hatte vor fünf Jahren der Luftverschmutzung den Kampf angesagt und fördert beispielsweise in einem politischen Kraftakt den Ausbau von Elektromobilität als eines der Maßnahmenpakete.