Snapchat will sich auf alten Kernwert konzentrieren

Snapchat wurde in den letzten Jahren nicht müde, sich als Kamera-Unternehmen zu positionieren. Nun rudert CEO Evan Spiegel in einem geleakten, internen Schreiben etwas zurück.

Das Unternehmen solle sich in Zukunft wieder auf das konzentrieren, was es einst groß gemacht hat: Snapchat as the fastest way to communicate.

Die Mutter von Snapchat, Snap Inc., steht unter Druck. Nicht nur an der Börse, wo der Wert seit dem IPO munter abwärts purzelt. Mit dem einstigen Alleinstellungsmerkmal Stories ist man schon lang nicht mehr allein, mit dem Redesign Anfang 2018 hat man viele Nutzer vergrault … Jetzt soll die App wieder schlanker werden und sich auf das Thema „schnelle Kommunikation“ zwischen Menschen konzentrieren – ohne dabei aber ein Social Network zu sein, bitteschön.

Snap Inc. verliert seinen Strategie-Chef

Snap Inc. verliert den Chief Strategy Officer Imran Khan, einen der wenigen verbleibenden Leiter des Teams, das das Unternehmen 2017 an die Börse brachte.
Khan will eine eigene Investment-Firma starten.

Zuletzt hatte der Börsenkurs von Snap Inc. die psycholgisch wichtige Marke von 10 US-$ unterboten.

Niemand vertraut Facebook. Twitter ist eine heiße Sache. Was aber macht eigentlich Snapchat?

Nach einem katastrophalen Redesign, der sinkenden Zahl täglich aktiver Nutzer und der Unfähigkeit, Gewinne zu erzielen, begibt sich Snap Inc. und sein Geschäftsführer Evan Spiegel auf die Suche nach dem idealen Weg.

Sarah Frier beleuchtet, was bei Snap vorgeht, wie sich CEO Spiegel findet und was der nächste Schritt ist (tl;dr: „… to ­professionalize his company, the way Facebook did years ago—without ­becoming too much like it„)

Tägliche Nutzerbasis von Snapchat schrumpft in Q2/2018

Wie bereits Facebook und Twitter muss Snapchat in Q2/2018 erstmals Federn lassen und verliert aktive Nutzer: 188 statt 191 täglich aktive Nutzer (DAUs) kann die Plattform für die letzten drei Monate vermelden.

Snap Inc. CEO Jason Spiegel gab bei der Vorstellung der Zahlen an, dass man tatsächlich das missglückte Redesign für den Nutzerrückgang verantwortlich macht.

Was ihn trösten dürfte: Das Unternehmen hat in Q2 weniger Verlust gemacht; der Umsatz liegt mit 262 Millionen US-$ rund 12 Mio. US-$ über den Vorhersagen der Analysten.

Zudem gewinnt Snap Inc. mit Prince Al-Waleed Talal ein Mitglied der saudi-arabischen Königsfamilie als Investor. Der Prinz investiert 250 Millionen US-$ und erhält dafür 2,3 % von Snap Inc.