Google+ schließt im August 2019 für End-Nutzer

Google hat heute bekannt gegeben, dass es sein Social Network Google+ zu Ende August 2019 für Konsumenten schließen wird. Damit sehen auch Google+ Seiten einem Ende entgegen.

Google wird sich statt dessen darauf konzentrieren, Google+ zu einem Enterprise-Produkt als Social Intranet-Lösung zu positionieren. Funktionalitäten dürften also in die erfolgreiche Business Lösung Google Suite wandern.

Grund für die Entscheidung – so Google – sei die geringe Nutzung von Google+ (90 % der Nutzer-Sessions dauern weniger als 5 Sekunden) sowie der hohe technische Aufwand, insb. die API Schnittstellen aktuell und sicher zu halten.

Vorangegangen war, dass Google innerhalb der API einen Fehler entdeckte, über den API-Nutzer Zugriff auf persönliche Daten von Google+ Nutzern gewinnen konnten – darunter Name, Geschlecht, E-Mail-Adresse und Alter. Diese Lücke war zwischen 2015 und März 2018 offen und betrifft wohl hundertausende Nutzer. Sicherheitsrelevant sei das Leck indes nicht gewesen.

Hier die relevanten Auszüge aus einem aktuellen Blog-Beitrag von Google:

The consumer version of Google+ currently has low usage and engagement: 90 percent of Google+ user sessions are less than five seconds.

Given [technical challenges and] the very low usage of the consumer version of Google+, we decided to sunset the consumer version of Google+.

To give people a full opportunity to transition, we will implement this wind-down over a 10-month period, slated for completion by the end of next August. Over the coming months, we will provide consumers with additional information, including ways they can download and migrate their data.

At the same time, we have many enterprise customers who are finding great value in using Google+ within their companies. Our review showed that Google+ is better suited as an enterprise product […]. Weve decided to focus on our enterprise efforts and will be launching new features purpose-built for businesses. We will share more information in the coming days.

Was Du über den Facebook-Algorithmus wissen musst (Learnings und Beobachtungen)

Das Unternehmen Newswhip zeigt in einem Paper die wichtigsten Entwicklungen und Beobachtungen rund um Facebook auf. Der Report sollte für jeden Social Media-Worker Pflicht sein.

Kern-Learnings:

  • Kommentare sind seit der Newsfeed-Umstellung die wichtigsten Indikatoren für Meaningful Interactions.
  • How-To Videos funktionieren Bestens.
  • Facebook Watch (und Videos im Allgemeinen) wird eine größere Rolle einnehmen.
  • Emotionales Storytelling gewinnt.
  • Dark Social ist weiter auf dem Vormarsch.
  • Das Stories-Format wird bleiben und als natives Mobil-Format nicht mehr weggehen.

Musk zahlt für getwitterte Tesla Privatisierungsidee Millionen-Strafe an Börsenaufsicht

Seine wild in die Welt getwitterte Idee, Tesla möglicherweise privatisieren zu können, kommt Elon Musk teuer zu stehen.
Der Tweet hatte Ärger mit der Börsenaufsicht in den USA nach sich gezogen – die hatte den CEO von Tesla und SpaceX verklagt und die Entfernung aus seinen Ämtern empfohlen.

Nun aber hat man sich geeinigt: Musk wird (nur) seinen Aufsichtsratsposten bei Tesla für mindestens drei Jahre räumen. Zudem zahlen sowohl er als auch Tesla jeweils 20 Millionen Euro Strafe. Dafür darf Musk seinen CEO Posten behalten und der Fall ist beendet.

Der wohl teuerste Tweet der Geschichte.

Facebook-Sicherheitslücke bei 90 Mio. Accounts (keine Aktion notwendig)

Facebook hat bekannt gegeben, dass 50 Millionen Accounts direkt von einer neu entdeckten Sicherheitslücke betroffen sind. Daneben geht man bei 40 Millionen von einer potentiellen Betroffenheit aus.
Technisch hat die Lücke mit dem Vorgang zu tun, dass man in seinem Facebook-Konto eingeloggt bleibt. Daher hat Facebook die betroffenen Nutzer vorsorglich ausgeloggt – betroffene Nutzer müssen sich neu einloggen und bekommen einen Sicherheitshinweis.

Das Netzwerk schreibt explizit: „Es besteht keine Notwendigkeit, das aktuelle Kennwort zu ändern.

Analyse: Warum die Instagram Gründer gehen

Die Instagram Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger verlassen ihr Unternehmen. Traut man Quellen, hängt dies unmittelbar mit der zunehmenden Einmischung Mark Zuckerbergs in Instagram zusammen. Der Gründer von Facebook sieht in der App die Zukunft von Facebook und will – entgegen Systrom und Krieger – mehr Einfluss.
Casey Newton von The Verge mit ausführlichen Hintergründen und den möglichen Konsequenzen.

Auch Simon Hurtz analysiert für das Social Media Watchblog.